Bill

Bei unserem Bracken-Mix Bill lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Auf den ersten Blick sieht man einen Hund, der mit dem stressigen Tierheim Alltag zu kämpfen hat. Fremden Hunden begegnet er oft noch unsicher und kommentiert diese Begegnungen mit Bellen. Auch unbekannten Menschen gegenüber zeigt er sich zunächst skeptisch und braucht etwas Zeit, um Vertrauen zu fassen. Hinzu kommen einige körperliche Beschwerden, die eine medikamentöse Behandlung sowie regelmäßige Physiotherapie erfordern.

Wer Bill jedoch die Chance gibt, sich zu zeigen, entdeckt einen ganz besonderen Hund. Er ist ausgesprochen intelligent und arbeitet mit großer Begeisterung mit seinem Menschen zusammen. Sobald sein Kopf gefordert wird, ist er mit voller Konzentration bei der Sache und lernt neue Aufgaben erstaunlich schnell. Besonders viel Freude hat er an Übungen aus der Physiotherapie und am Apportieren. Den erfolgreich erschnüffelten Futterbeutel bringt er gerne zurück und übergibt ihn anstandslos in die Hand, um seine verdiente Belohnung zu erhalten. Bekommt Bill ausreichend geistige Auslastung, gelingt es ihm auch gut, zur Ruhe zu kommen.

Auch im Umgang mit Artgenossen hat Bill bereits große Fortschritte gemacht. Mittlerweile geht er gerne gemeinsam mit ausgewählten Hunden spazieren. Besonders gut funktioniert es mit ruhigen und souveränen Hündinnen. Hat Bill einmal zu einem Menschen Vertrauen gefasst, erobert er mit seiner liebevollen und charmanten Art die Herzen im Sturm. Gibt man ihm den nötigen Freiraum, sucht er von sich aus den Kontakt zu seiner Vertrauensperson und genießt die gemeinsame Schmuse Zeit.

In seiner Vergangenheit zeigte Bill eine geringe Frustrationstoleranz und setzte in schwierigen Situationen auch seine Zähne ein. Während seiner Zeit im Tierheim konnten wir ein solches Verhalten jedoch nicht beobachten. Dennoch trägt er bei Spaziergängen vorsorglich einen Maulkorb, den er problemlos akzeptiert.

Auch wenn sich seine körperlichen Beschwerden durch Physiotherapie gut unterstützen lassen, wird Bill kein Hund für ausgedehnte Wanderungen oder lange Tagesmärsche sein. Stattdessen sucht er Menschen, die Freude daran haben, ihn geistig zu beschäftigen und gemeinsam mit ihm zu arbeiten. Wir sind überzeugt, dass Bill trotz seines Alters noch viel Potenzial mitbringt und mit der Unterstützung einer guten Hundeschule weiter lernen kann, mit Frust umzugehen und zu einem tollen Begleiter heranzuwachsen.
Aufgrund seines jagdlichen Interesses wird Bill nicht zu Katzen, Kleintieren oder kleinen Kindern vermittelt. Eine souveräne Ersthündin können wir uns hingegen gut an seiner Seite vorstellen.
Idealerweise findet Bill ein ruhiges Zuhause in einer eher ländlichen oder reizarmen Umgebung, in der er nicht täglich zahlreichen Stressoren ausgesetzt ist und zur Ruhe kommen kann.

Wer Bill gerne kennenlernen möchte sendet bitte eine E-Mail an berthabruchtierheim@googlemail.com

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