Voransicht

Merida, August 2016

Zum vergrössern, Bild anklicken!
Merida, August 2016

 

Liebe Merida,

monatelang bist Du mitten im – zum Glück recht milden - Winter unversorgt durch die Gärten gezogen und hast dich tapfer durchgeschlagen. Mit viel Geduld konnten wir dich schließlich einfangen, da wir immerzu befürchten mussten, dass Du in der völlig schutzlosen Umgebung einem Fuchs oder Marder zum Opfer fällst.

Nachdem Du endlich im großen Außengehege im Tierheim angekommen warst, waren wir sehr zuversichtlich, dich schnell vermitteln zu können, denn Du warst recht aufgeschlossen und neugierig den Menschen gegenüber. In Mary-Lou hast Du schnell eine gute Freundin gefunden.

Leider ist der Vermittlung nun Dein viel zu früher Tod zuvor gekommen. Zwei Tage nach Deiner Freundin Mary-Lou bist auch Du, liebe Merida, über die Regenbogenbrücke gegangen. Da war uns schon klar, dass etwas Schreckliches in unseren Außengehegen vorgeht. Inzwischen wissen wir, dass Ihr keine Chance hattet und auch wir nichts hätten tun können, um Euch zu retten. Das Virus ist einfach zu heimtückisch und wird vermutlich auch noch andere Deiner Tierheimfreunde treffen.

Ich hoffe, Du weißt, dass wir es immer gut mit Dir meinten und dich nicht aus Boshaftigkeit eingefangen haben, sondern weil wir dich vor großen Gefahren schützen wollten. Nun bist Du einer anderen Gefahr zum Opfer gefallen, mit der niemand gerechnet hat und vor der wir dich nicht bewahren konnten.

Liebe Merida, ich hoffe, dass Du hinter dem Regenbogen nun Dein endgültiges Zuhause mit vielen Freunden gefunden hast, in dem Ihr ewig glücklich und ohne irgendwelche Krankheiten weiterleben könnt.

Es tut mir so unendlich Leid – wir werden dich nicht vergessen.