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Flip, Juli 2016

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Flip, Juli 2016

 

Lieber Flip,

ich kann es immer noch nicht fassen – Du bist nicht mehr da.

Gerade mal sieben oder acht Wochen warst Du in unserer Obhut. Du kamst aus wirklich üblen Verhältnissen und wir waren unheimlich froh, dass Du und Deine Freunde nicht mehr weiter dort vor Euch hin vegetieren musstet. Aufgrund der Umstände in Deinem alten Zuhause war ja fast schon damit zu rechnen, dass Ihr gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe wart, aber nachdem Du die ersten sechs Wochen bei uns immer gut gelaunt und putzmunter warst, hat uns Deine plötzliche Erkrankung eiskalt erwischt.

Fast zwei Wochen lang haben wir gekämpft – mehrfach nachts in den Notdienst, mehrere Nächte durchgemacht mit Bauchmassagen, Zufüttern, Medikamente verteilen. Als es Dir eigentlich schon wieder deutlich besser ging, kam dann der schwere Rückschlag. Innerhalb weniger Stunden warst Du plötzlich nicht mehr der alte. Auch die wiederholte Fahrt in den Notdienst konnte dich dieses mal nicht mehr retten und Du bist nachts in der Klinik verstorben.

Lieber Flip, es waren zwei wirklich harte Wochen, in denen ich kaum schlafen oder essen konnte und in denen ich mehr als einen Heulkrampf hatte. Aber ich würde es immer wieder tun. Du warst ein absolut liebenswertes neugieriges und zutrauliches kleines Kaninchen und ich hätte es Dir so gewünscht, dass Du dich wieder vollkommen erholt und ein schönes Zuhause gefunden hättest.

Es tut mir unheimlich Leid, dass wir es nicht geschafft haben.

Ich hoffe, Du spielst inzwischen mit unseren anderen unvergessenen Kaninchen auf einer schönen, immer saftig grünen Wiese, wie Du sie zu Lebzeiten nie kennenlernen durftest.

Wir werden dich nie vergessen!