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Emma, April 2014

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Emma, April 2014

Liebe Emma,

als Du im Juni 2013 zusammen mit Deiner Tochter Polly (und drei Katzen) von der Feuerwehr zu uns ins Tierheim gebracht wurdest, dachten wir schon, Du würdest die nächsten Tage nicht überleben. Ihr hattet wohl mehrere Tage – wenn nicht Wochen ohne Wasser und mit kaum etwas zu fressen in einem absolut verdreckten Käfig leben müssen. Diese schlechten Lebensbedingungen waren nicht spurlos an Dir und Polly vorüber gegangen. Besonders Du, Emma, warst ein Häufchen Elend mit Deiner verstümmelten Nase und den vom Urin auf dem Käfigboden eitrigen Pfötchen. Dann kam auch noch eine schwere Erkältung hinzu, so dass wir wirklich Bedenken hatten, Du könntest und ersticken oder verhungern, weil Du kaum noch schlucken konntest. Es dauerte lange, bis wir Dich in einem einigermaßen stabilen Zustand hatten. Mit der Zeit seit Ihr beide ein wenig aufgetaut und habt trotz Eurer schlechten Erfahrungen angefangen, wieder ein bisschen Vertrauen zu uns aufzubauen. Ihr habt uns aus der Hand gefressen und Euch auch immer öfters mal das Näschen etwas streicheln lassen, wenn man an Eurer Voliere zugange war.

Leider hat dieser recht stabile Zustand nicht allzu lange angehalten. Im März 2014 fingen dann die Problem mit einem vereiterten Zahn und einer Entzündung im Mäulchen an. Wieder haben wir wochenlang gekämpft; Antibiotika, Schmerzmittel und Päppelfutter gegeben, sowie zig Mal die Tierklinik aufgesucht.

Ende April haben wir dann nach langer Überlegung und vielen Gesprächen untereinander beschlossen, Dich gehen zu lassen. Du hattest stark abgenommen und konntest kaum noch richtig fressen. Wir wollten Dir weitere Schmerzen und ein langes Leiden ersparen.

Deine Tochter Polly versteht zur Zeit die Welt nicht mehr, seit Du weg bist. Daher versuchen wir jetzt umso intensiver, für sie einen neuen Partner und ein schönes Zuhause zu finden.

Wir werden Dich sicher nie vergessen, liebe Emma, und hoffen, dass es Dir dort, wo Du jetzt bist, besser.