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Mariella

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Mariella

Mariella zieht bei Charlie Brown am Hilschbach ein!
Dies ist die tierische Geschichte der zwei „von Bruchs“, die bei uns ein neues Zuhause gefunden haben. Hier haben alle Tiere Adelsnamen, denn was „die vom Züchter“ können – das können wir ja schon lange ;-)! Deshalb heißen jene aus dem „Bertha-Bruch-Tierheim“ mit Nachnamen „von Bruch“ und weil die richtig edlen Adelsnamen mit „von und zu bis ...“ noch viel besonderer klingen, heißen sie „von Bruch zum Hilschbach“. Und
überhaupt – wer hat schon Tiere wie diese?
Im Mai 2012 hat uns unsere Älteste, „Finchen Mimi von Hau zum Hilschbach“ leider verlassen– wir wussten nie, wie alt sie war ... sie war bei
Bekannten zugelaufen.
Von hinter der Brücke aus schickte sie uns ins Tierheim, damit wir für Enya, die nun alleine zurückgeblieben war, wieder einen Kumpel finden sollten. Enya kam mit uns dort hin, um sich das mal anzuschauen – und wir fanden Charlie Brown, einen schlappohrigen, seidenfelligen Widderbub, der Monate zuvor im Deutsch-Französischen Garten gefunden worden war. Ob er ein Franzose ist? Nun – Enya wollte ihn mitnehmen und so kam er zu uns – und blieb. Die beiden waren ein Herz und eine Seele ... Enya gegenüber Charlie immer mütterlich – sie hat gut auf ihn aufgepasst und weil er viel und gerne schläft, hat sie ihn stets regelrecht bewacht.
„Enya Schlitzohr von den Füchsen zum Apfelbrunn“ hatte von Anfang an diverse Handicaps ... sie war das anstrengendste, verrückteste, teuerste und dabei liebenswerteste Kaninchen, das wir je kennen lernen durften. Sie war unser Clown, unsere Pippi Langstrumpf ... mit einem unwiderstehlichen Charme. Und dann haben wir sie im Juli 2013 verloren – früher, als wir dachten, obwohl wir immer wussten, dass sie nicht so alt werden würde, wie andere. Wir waren geschockt und unendlich traurig. Aber da war Charlie ... und er reagierte ängstlich und verunsichert, fraß zwar, aber doch lustlos ... und wir wussten, dass wir ihn nicht allein lassen dürfen, auch wenn es für uns noch viel zu früh war ... .
So kam es, dass wir wieder im Tierheim nachschauten – von wo wir doch Charlie erst ein Jahr zuvor geholt hatten. Sehr passend schien uns Mariella ... sie saß eines Apriltages einfach in der Auffangbox des Tierheims ... und dann dort 3 Monate allein, ohne dass sich etwas Passendes für
sie gefunden hätte. Also meldeten wir uns an und Charlie durfte sie besuchen ... zuerst wusste er nicht so genau, ob er sie haben wollte – aber er lehnte sie auch nicht ab ... und so durfte Mariella auf Probe mit uns nachhause kommen.
Das war aber eine aufregende Sache für die beiden und Charlie konnte erst gar nicht glauben, dass da nun wieder jemand ist ... !?
Zuhause hat Mariella alles aufmerksam angeschaut und Charlie war zu platt, um sich dran zu stören. Nach einer Zeit hat er Mariella gejagt und ihr auch mal in den Popo gezwickt ... der kleine Bub ist nicht mehr der Neue und will jetzt Chef im Gehege sein! Mariella fand das nicht
so wichtig, aber nach dem Zwicken (Frechheit!) hatte sie doch ein bisschen Angst vor Charlie.
Sie bekam ihren eigenen Futternapf und ihre eigene Heu- und Wiesenportion und beschloss, das Holzhaus als Rückzugsgebiet einzunehmen.
Vielleicht war Mariella früher ein Einzel-Käfigkaninchen, das Gesellschaft gar nicht so kennt? Das Holzhaus gab ihr Sicherheit, das Gehege schien in der Größe für sie neu. Nachdem Charlie mal Pause in seinem Bau machte, wanderte sie weiter neugierig herum und kam auch immer wieder
zu den Menschen und ließ sich die Nase streicheln.

Mariella hat schnell das Gehege erobert und es gab bald erste Annäherungen. Nach wenigen Tagen sahen wir eine neue Freundschaft. In jedem Fall wirkte Mariella belebend, bewegungsfördernd und appetitanregend auf Charlie ... er fraß nun wieder viel besser!
Am dritten Tag arbeitete Mariella am Bau! Das ist ja auch eher Mädelssache. Sie ließ sich also häuslich nieder und hatte auch gleich vorsorglich alle Ecken markiert.
Alles wird gut!

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