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Schmusi, Mai 2012

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Schmusi, Mai 2012
"Für blinde Seelen sind alle Katzen ähnlich,
für Katzenliebhaber ist jede Katze,
von Anbeginn an,
absolut einzigartig."

von Jenny de Vries


Und ganz besonders einzigartig war unsere kleine, schwarze Tierheim-Bewohnerin Schmusi. Bei unserer ersten Begegnung hat sie mir die Leviten gelesen, aber uns allen war klar, dass sie nur Angst hatte und mit der neuen Situation völlig überfordert war. So viele neue Katzen und Menschen, eine neue Umgebung, das musste sie erst in Ruhe verkraften. Ganz langsam dann, in ihrem eigenen Zimmer, in dem sie zur Ruhe kommen konnte, hat sie uns allen gezeigt, dass sie ein ganz einmaliges und liebevolles Persönchen war. Sie hat sich über jeden Besuch so sehr gefreut, hat nach und nach endlich ihre Scheu vor Händen abgelegt und hat aufgehört, bei jeder Berühung zu beißen oder zu kratzen. Von Woche zu Woche durfte man sie etwas länger berühren und sie hat nach und nach immer mehr Nähe von selbst eingefordert, so dass sie bald schon auf dem Schoß kleine Schläfchen gehalten hat. Sie hatte so viel Charakter und in ihren Augen konnte man ganz leicht jede ihrer Stimmungen ablesen. Als wir das große Geschwulst am ihrem Rücken bemerkt hatten und entfernen ließen, haben wir geglaubt, dass damit die Gefahr gebannt ist. Leider hat uns die Krankheit eines Besseren belehrt, Schmusi wurde immer dünner, hat wenig gegessen, selbst Hühnchen hat nicht mehr richtig geschmeckt. Fassungslos haben wir alle versucht, sie zu retten. Sie ging ganz schnell und leise.

Kleines "Mädchen", leider hast Du kein neues Zuhause mehr gefunden, was ich Dir so sehr gewünscht habe, aber mein Herz hast Du vollends erobert, ich wäre gerne bei Dir gewesen.