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Snoopy (Flacon)

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Snoopy (Flacon) Snoopy (Flacon) Snoopy (Flacon) Snoopy (Flacon)

Hallo liebes Tierheim-Team,

hier ist euer Snoopy (früher Flacon, doch welcher Kater möchte schon Flacon, also Fläschchen, heißen?? (brrrr).

Und das ist meine Geschichte:

Das Leben ist manchmal schon wirklich seltsam, wisst ihr das?

Es ist nun ein Jahr her, dass ich aus Frankreich, in einem Kratzbaum sitzend, zu euch ins Tierheim gebracht wurde. Ich, ein stolzer weißer Kater! Tztz!! Für mich war es unverständlich. Bin ich doch nun wirklich die Schmusebacke schlechthin. Alle sagten mir wie wunderschön und pflegeleicht ich bin. Trotzdem wollte mich mein alter Mensch wohl nicht mehr bei sich haben...

Aber wir waren ja bei den seltsamen Zügen des Lebens, nicht wahr?

Ich saß also bei euch in meinem Raum und sah, wie viele Leute kamen und gingen und wurde immer trauriger, denn mir fehlte ein Uuhause (schon allein wegen des Bauchkraulens! Hmmm, schnurr), das könnt ihr mir glauben.

Auf einmal standen zwei komische Leute vor meiner Tür. Die frau, die später meine Menschenschwester werden sollte, war ganz begeistert von mir. Ich witterte meine Chance und gab mein Bestes. Zeigte mich natürlich von meiner allerbesten Seite!

Am Abend ging ich meiner zukünftigen Schwester immer noch nicht aus dem Kopf und sie rief unsere Eltern an. *freu*!! Diese hatten erst eine Katze verloren und kämpften noch immer mit dem Verlust. Sie erzählte ihnen, welch ein Goldstück ich sei (ist doch klar, oder nicht?) und sagte, wenn ICH nicht passe, dann würden sie nie wieder eine Katze finden.

Am nächsten Tag haben meine neuen Eltern zum ersten mal Fotos von mir gesehen. Denn ihr müsst wissen, sie wohnen nicht hier im schönen Saarland, sondern 120 km weit weg in einem kleinen Dorf in Rheinhessen.

Wie nicht anders zu erwarten, war es sofort um sie geschehen und es kam das OK. Sie wollten mich zu sich mit nach Hause nehmen!!!! 5 Tage später kamen sie (mann, hatte ich ein Kribbeln im Bauch. Das sollten also meine neuen Eltern werden?!) und nahmen mich auf die Reise mit zu ihnen nach Hause.

Also, mit dem neuen Zuhause war ich soweit einverstanden. Platz ist mehr als genügend da. An der Verpflegung lässt sich nicht rummeckern und kuscheln und kraulen bis zum abwinken war sofort angesagt. Also ganz meine Welt!!!!!!

Als ich mich nach ein paar Wochen gut eingelebt hatte, stand mein Leben von einer Nacht auf die andere ganz schön auf der Kippe. Oh weh, oh weh, das glaubt ihr gar nicht! Nachdem meine Eltern morgens aufstanden um zur Arbeit zu fahren, sahen sie wie schlecht es mir ging und brachten mich sofort zum Tierarzt. Dieser musste mich in einer gaaanz langen Not-OP wieder gesund machen, denn ich hatte Blasensteine (was das ist, weiss ich aber ehrlich gesagt nicht so genau *schäm*, muss ich Mama nochmal fragen). Die OP verlief allerdings gut und seither bekomme ich ganz spezielles Futter, damit das nicht nochmal vorkommt, sagt meine Mama.

Ich muss sagen, es ist wunderbar hier! Ich bin Einzelprinz, habe tolle neue Eltern, zwei Stief-Menschen-Geschwister, ein ganzes Haus für mich allein und super nette Nachbarn. Gegenüber wohnen der Hund, Sally und die Katze, Minka. Mit denen versteh ich mich sehr gut. Nur mit dem riesigen schwarzen Kater am Ende der Straße gab es Streit. Mittlerweile habe ich ihm meinen Standpunkt allerdings klar gemacht und mein Territorium weitläufig abgesteckt.

Da dies auf Dauer aber zu langweilig wird, bin ich nun als Aufpasser im ganzen Dorf unterwegs. Natürlich kennt man mich schon und alle wissen wo ich hingehöre!

Auch muss ich euch sagen, dass ich zusammen mit meinem Papa 1FCK-Fan geworden bin. Wir verpassen kein Spiel. Meist liege ich auf seinem Bauch und feuere schlafend unsere Mannschaft an!

Und da meine Mama mich immer so toll bürstet - wie ich das liebe!! - bekommt sie regelmäßig Mäuse gebracht. Man weiß ja, was sich gehört und hier gibt es ja genug. Und ich kann euch sagen.. ich bin richtig gut. An einem Abend habe ich 5 Mäuse gefangen. Echt, nicht geflunkert. Drei haben sogar noch gelebt, als ich sie in die Küche gebracht habe. Allerdings ist mir bis heute noch nicht so ganz klar, warum sich Mama nicht so richtig gefreut hat. Naja, vielleicht kann ich ihr das noch beibringen. Ich arbeite jedenfalls daran!!

Wie ihr seht geht es mir hervorragend. Ich hoffe ihr habt auch alle die Ohren steif gehalten und lasst es euch auch gut gehen!

Euer Snoopy

Ps.: Ganz viele Nasenküsse an Frau Best! Meine Eltern sagen immer, wie gut beraten sie sich im Tierheim gefühlt haben!