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Gismo (Pumuckel)

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Gismo (Pumuckel)

 

Eine kleine Erfolgsgeschichte

Ich möchte hier von Gismo (ehemals Pumuckl) berichten und einigen Mut machen, dass auch ein Katzenkind einer verwilderten Katzenmama eine Schmusekatze werden kann.
Gismo (weiß-rot) ist uns Ende Januar 2014 imTierheim begegnet als wir Ausschau nach einem Spielkameraden für Findus (getigert, jedoch nicht auf dem Foto zu sehen, hieß früher Kralle) gesucht haben. Seit der Pubertät hing der Haussegen bei ihm und seinem Bruder Leo (getigert, hieß früher Monty) schief. Da er aber so verspielt war, haben wir beschlossen noch einen vierten Bewohner aus dem Tierheim zu unserem Katertrio zu holen.
Nachdem wir wie immer super durch die Mitarbeiter des Tierheims beraten wurden, wurde uns Gismo vorgestellt. Damals hieß er noch Pumuckl. Seine Mutter war eine verwilderte Katze, die an einer Futterstelle versorgt wurde. Irgendwann hatte sie den kleinen Knopf dabei. Da die Futterstelle leider geräumt werden musste, kamen Mutter und Sohn ins Tierheim. Die Mutter war wohl schon so verwildert, dass sie kastriert und an einer anderen Futterstelle wieder freigelassen wurde. Bei dem Kleinen bestand aber noch Hoffnung, da er erst einige Monate alt war, dass er Vertrauen in die Menschen gewinnen kann.
Als wir ihn sahen, beschlossen wir, ihm eine Chance zu geben und haben ihn mitgenommen.
Nachdem er sich einige Tage gar nicht anfassen ließ, sondern um sein Leben rannte sobald man in seine Nähe kam, kam Mikeschs großartige Persönlichkeit zutage. Er setzte sich vor das Versteck des Kleinen, der noch sehr nach seiner Mama rief. An Mikesch konnte sich Gismo orientieren und so fasste er langsam Vertrauen zu ihm. Mikesch zeigte ihm alles im Haus, wo der übliche Futterplatz war und die Katzentoiletten der übrigen drei Teppichtiger. Außerdem durfte Gismo auf ihm rumturnen, wie es sonst nur Katzenkinder untereinander oder mit ihren Müttern machen. Er hatte immer Geduld mit ihm und hat sich viele grobe Spielereien von dem kleinen Racker gefallen lassen. Langsam bewegte sich Gismo im Haus und wurde immer zutraulicher und hat auch den Kontakt zu Findus und Leo gesucht.
Es dauerte seine Zeit bis er sich überhaupt mal anfassen ließ.
Leider gab es im Mai einen herben Schlag für uns alle. Mikesch erlitt mit nur 5 Jahren einen Herzinfarkt und konnte nicht mehr gerettet werden. Das verwirrte alle Katzen, zumal auch wir Menschen sehr schwer um ihn getrauert haben.
Mittlerweile lässt sich Gismo streicheln und knuddeln. Er kommt zum Kuscheln auf die Couch oder ins Bett und liegt am liebsten ganz nah bei einem von uns und lässt sich in den Schlaf kraulen. Auch wenn er sich immer noch nicht hochnehmen lässt und ein Besuch bei Tierarzt immer eine aufregende Sache ist, so hat er sich doch bestens entwickelt und ist ein ganz toller Kater geworden.
Und wenn ich abends nach den Katzen pfeife, damit sie zum Abendessen nach Hause kommen, dann galoppiert mittlerweile auch ein weiß roter Kater durch die Gärten der Nachbarn um rechtzeitig zuhause zu sein.