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Joshi (vorm. Cujo)

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Joshi (vorm. Cujo) Joshi (vorm. Cujo) Joshi (vorm. Cujo) Joshi (vorm. Cujo)

Hallo Ihr Lieben,
ich bin‘s der Joshi (vormals Cujo) und wollte mich mal melden und berichten wie es mir so
ergangen ist die letzte Zeit.
Erstmalmöchte ich Euch danken für die liebe, sehr fürsorgliche Betreuung und Euch
sagen was für eine wertvolle und tolle Arbeit Ihr jeden Tag macht , es ist sicherlich nicht einfach
jeden Tag sein bestes zu geben, aber sie brauchen Euch genauso wie ich es tat.
Sie sind alle nicht freiwillig da, sondern bedingt durch den Menschen der nicht nachdenkt und
nur haben will, aus welchem Grund auch immer. Und wenn ich fertig bin mit meiner Geschichte
wisst Ihr was ich meine .
Ich hatte es von Anfang an nicht leicht im Leben, doch aufgegeben habe ich nie und gehofft das
irgendwann der Mensch vorbei kommt der mich bedingungslos liebt ,dem ich nicht zu viel Arbeit
bin und dem ich mein Herz schenken kann, ein Mensch der mit mir das Leben genießt
und dessen bester Freund ich sein darf....
Als ich zu Euch kam habt ihr mich mit offenen Armen empfangen,
Ihr habt Euer bestes gegeben und versucht mir die Welt da draußen
schmackhaft zu machen dennoch hatte ich Angst, ich wurde einfach
zu oft vom Menschen enttäuscht, geschlagen und wie ein lästiges
Anhängsel behandelt, von einem Wesen das es eigentlich besser
wissen müsste als ich!
Ihr wart alle so lieb zu mir und ich danke Euch allen, aber mein größtes
Dankeschön geht an mein „Tantchen Nicole“, die mich jeden Tag im Heim
besucht hat, mit der ich spielen, toben und raufen konnte ,die so viel Zeit
und Kraft investiert hat um es mir leichter zu machen und ja das hat es,
sowas kannte ich nicht!!! Und durch sie lernte ich langsam wieder was
Vertrauen heißt!
Viele wollten mich haben, weil ich ein hübsches Kerlchen bin, doch niemand wollte viel Arbeit
mit mir! Und mal ganz unter uns ist es natürlich viel einfacher sich einen “normalen“ Hund
ohne Vergangenheit im Wochenspiegel zu kaufen!
Ich hatte mich allmählich an die Situation gewöhnt das „Tantchen Nicole“ mich jeden Mittag
ausführen kommt, ich bei Euch mein Futter bekomme und den Rest des Tages mit meinen
Kumpels bellen oder schlafen darf, aber dennoch hat mir was gefehlt und ich wusste nicht
was es war, denn viel mehr hatte ich in meinem bisherigen Leben nicht kennen lernen dürfen,
da war die Zeit bei Euch die schönste.
Dann kam der Tag, der Tag der mein Leben verändern würde,
ich konnte es spüren, eine etwas korpulente Frau mit zwei kleinen
Hunden (sah sehr witzig aus) hatte Interesse gezeigt und ich
habe mein bestes gegeben, ganz der Charmeur.
Ich kannte sie schon und sie mich, ich bin hin und habe meine
süße Fellnase auf ihren Schoß gelegt und es war passiert, sie hat
ein Tränchen vergossen, ich habe es genau gesehen.
Sie streitet es zwar bis heute ab, aber Leute großes Fellnasen-
Ehrenwort genauso war es!
Da wollte ich hin, ich habe mich super mit den kleinen Terrier Mickey und Kiara verstanden,
uns stand nichts mehr im Wege.
Am Donnerstag 17. Oktober 2013 war es so weit, ich wurde wegen guter Führung entlassen ;-)
Das Leben hatte mich zurück! Ich kam in ein Zuhause voller toller Hundesachen mit Spielzeug, dem
beste Futter der Welt, Ochsenziemer (die mag ich besonders gerne J) und einem Bettchen
nur für mich, so weich und kuschelig, Leute Ihr könnt es euch nicht vorstellen.
Ich glaube wenn ich heute zurück blicke und für Frauchen reden darf, würde sie sagen: „es war
überhaupt nicht einfach!“ Ich wiederrum würde es “kreatives Caos“ nennen. Angefangen beim
spazieren gehen, ich ging natürlich mit Frauchen spazieren nicht umgekehrt, wie es sich nun mal für
einen echten rumänischen Straßenhund gehört!
Wir haben ja schließlich Eier! Na gut ich habe mittlerweile keine mehr, ich gebe es zu.
Ich habe mich so sehr Zuhause gefühlt, dass ich meinem Freund Mickey an den Kragen ging,
der hat die Eierchen natürlich noch, meine mussten daran glauben...
Zuerst bekam ich so einen lästigen Kastrationschip, Frauchen wollte nicht direkt so radikal mit mir sein
und meinte „naja wenn sie mal ab sind kann man sie nicht mehr dran nähen".
Seitdem genieße ich mein Leben viel mehr, sause durch
den Wald, jage Vögel, bin nicht mehr auf Krawall gebürstet
und sehr viel ausgeglichener.
Nun sind die Eierchen ab und Mickey hat endlich zwei
„Mädels“ im Haus, so ein Glückpilz J
Ich musste sehr viel lernen, wie man sich benimmt und was sich
für einen gut erzogenen Hund gehört, aber dennoch darf ich Hund sein!
Einer von dem nicht erwartet wird in seinem Körbchen zu liegen weil es
gerade unpassend ist, zwischen Frauchens Füßen rumzulaufen, einer von
dem nicht erwartet wird zu funktionieren, einer der so viel Auslauf
bekommt das er am Ende des Tages bloß noch auf der warmen Couch
schlafen will, einer der immer mittendrin sein darf, statt nur dabei!
Heute weiß ich was mir gefehlt hat und was ich vorher nicht kennen
lernen durfte: bedingungslose Liebe, Verständnis, Fürsorge, Vertrauen
und einen Platz an dem ich als Familienmitglied zähle und an dem ich
bleiben darf bis das der Tot uns scheidet, egal was passiert, es ist meine
Familie und ich gehöre dazu!
Heute kann ich sagen: ich bin endlich zuhause, meine lange Reise ist zu
Ende. Frauchen hat mir ihr Herz geschenkt und ich ihr meins,
ich darf endlich Hund sein!
Und um es nicht zu vergessen, möchte ich Frauchen besonders danken, weil
sie nie aufgegeben hat, egal wie schwer es wurde, ihr danken weil sie mit mir den Kontakt zu
Tantchen Nicole hält, die mir so wichtig ist, dass wir uns sehen und das Leben in der Natur alle zusammen
genießen dürfen und vor allem möchte ich Frauchen danken für das
beste Zuhause der Welt und für meine Freunde Mickey und Kiara, die mir den Start ins Leben sehr
viel leichter gemacht haben!
Zum Schluss möchte ich noch sagen: ganz liebe Grüße an alle meine Hundekumpels und Menschenfreunde
im Tierheim: gibt nie auf es lohnt sich....
Hochachtungsvoll J
Euer Joshi Endris von Rumänien