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Chopper

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Chopper Chopper Chopper

Hallo liebes Bertha Bruch Tierheim,

Bestimmt erinnert ihr euch noch an mich, den Chopper. So lange bin ich ja noch nicht weg und ich habe bestimmt bei dem Ein oder Anderen bleibende Erinnerung hinterlassen. Ich wollte mich mal bei euch melden und berichten wie es mir nun hier geht, nachdem ich nach fast 3 Jahren Tierheim endlich wieder in einem Zuhause angekommen bin. Meine beiden neuen Dosenöffner hatte ich ja schon öfter im Tierheim gesehen und auch immer schön verbellt, wenn sie vor meinem Zwinger standen. Doch plötzlich haben die sich Zeit für mich genommen, sind sogar mit mir spazieren gegangen.

Ich hab mir auch wirklich Mühe gegeben die nicht gleich wieder zu vergraulen.

Sie waren wohl auf der Suche nach einem neuen tierischen Freund, nachdem ihr geliebter Hund leider über die Regenbogenbrücke gegangen war, hab ich mitbekommen. Zu leicht wollte ich es ihnen aber nicht machen und so mussten sie sich doch ordentlich ins Zeug legen bis ich ihnen mein Vertrauen schenkte. Ich durfte sogar einen Tag mal mit zum Probewohnen. Das war schon toll, nach so langer Zeit wieder in einem richtigen Haus zu sein.

Am 11. Oktober ging es dann Nachhause. Der erste Tag war ganz schön spannend. Ich hab gleich mal ausgetestet ob diese tolle große Couch nicht mein neues Bettchen werden könnte. Das fanden meine Menschen aber nicht lustig und egal wie ich es versuchte, sie bestanden darauf, dass diese Couch ihr Plätzchen bleibt. Dabei wäre da doch wirklich noch genug Platz für einen kleinen Rottweiler gewesen.

Mir geht es hier wirklich super. Kost und Logis sind vom allerfeinsten. Hier kann ich jetzt endlich Hund, - pardon ROTTWEILER sein. Auch wenn ich manchmal meine Menschen schon kurz vor den Nervenzusammenbruch gebracht habe, weiß ich ganz genau: Die geben mich nicht mehr her! Auch wenn mir Frauchen manchmal noch damit droht mich wieder ins Tierheim zu bringen, wenn ich mich mal wieder daneben benehme.

Aber dennoch habe ich hier schon jede Menge gelernt. Mein Herrchen feilt kräftig an meiner Erziehung und Frauchen bringt mir immer „unnötige“ Tricks bei. Ich tu ihr den Gefallen und mach mit, sie freut sich immer so wenn ich was Neues lerne. Ganz besonders als sie mir „Peng“ beigebracht hat. Ist mir zwar nicht verständlich, aber wenn sie es so toll findet fall ich dann halt um und stell mich tot. Wenigstens bekomme ich dafür ja immer viele Leckerlies und Fressen ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen.

Habe auch schon erfolgreich den Thunfischsalat vom Tisch geholt als die nicht aufgepasst haben. Fanden sie aber leider nicht so lustig wie ich. Einmal die Woche gehe ich ins Crossdogging. Da muss ich immer viele kniffelige Aufgaben lösen, aber das mache ich selbstverständlich sehr gut. Mit Mantrailing haben wir jetzt auch angefangen. Das ist ganz besonders toll, denn meine Nase ist super trainiert und ich finde die versteckten Menschen immer sehr schnell.

So, jetzt muss ich mich aber auch mal wieder aufs Ohr hauen, denn schlafen tu ich auch sehr gern, aber immer mit einem wachen Ohr, muss ja auch aufs Haus aufpassen.

Frauchen will auch noch was schreiben:

Auch wenn die erste Zeit manchmal anstrengend war und Chopper viel lernen musste und auch immer noch viel zu lernen hat, bereuen wir es nicht einem etwas „schwierigeren“ Tierheimhund eine Chance gegeben zu haben.

Er macht stetig Fortschritte und wir sind einfach mal optimistisch, dass wir irgendwann auch die Probleme die er noch mit für ihn fremden Menschen hat beiseite schaffen. Er arrangiert sich immerhin schon mit Besuch und kommt auch neugierig gucken. Anfassen lässt er sich noch nicht von fremden Menschen. Aber wir Menschen möchten uns ja auch nicht von jedem anfassen lassen.

Die Fußspuren die Ares hinterlassen hat sind groß, doch irgendwann – da sind wir uns sicher – wird Chopper diese ausfüllen.

Liebe Grüße

Sabrina, Bertil und Chopper