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Biggi (Kessi)

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Biggi (Kessi)

Jetzt muss ich, die Biggi (vorher Kessi) Euch doch auch einmal schreiben. Ich war ja einige Zeit bei Euch. Aber obwohl Ihr Euch sehr bemüht habt, war es für mich, eine Jagdterrierhündin, schlimm eingesperrt zu sein.

Da kam eines Tages die Frau Becker mit jemandem an meinen Zwinger und hat gemeint er soll doch mal mit mir spazieren gehen. Ich habe gleich gefühlt, dass er mich eigentlich gar nicht will, dass er sich eigentlich einen ganz anderen Hund vorgestellt hat. Unterwegs habe ich mich dann angestrengt. Obwohl ich die Länge der Leine ganz ausgenutzt habe, bin ich gleich hin, wenn er mich gerufen hat und habe mich streicheln lassen.

Auf einmal hat meine linke Vorderpfote so wehgetan, dass ich nur noch auf drei Beinen laufen konnte. Er hat dann meine Pfote genommen und einen großen Dorn raus gezogen. Ich bin dabei ruhig stehen geblieben. Da hat er gemeint, ich wäre ja ganz brav. Als er dann gehört hat, dass mein früheres Herrchen mich lange Zeit im Keller gehalten hat, hat er gesagt: „ Du brauchst nicht mehr in den Zwinger. Ich nehme Dich mit.“ Da habe ich mich gefreut. Habe ihm aber nicht gesagt, dass ich Probleme mit anderen Hunden habe. Das hat er dann gemerkt als wir in das Haus kamen in dem er wohnt. Da gab es nämlich schon eine Hündin, die Sandy. Die wollte ich gleich beißen. Ich war aber noch an der Leine, deshalb hat es nicht geklappt.

Die Wohnung hat mir gefallen. Es gab sogar einen Garten. Als wir dann spazieren gingen, habe ich den ersten Hund, der uns entgegen kam, gebissen. Da hat mein Mensch gesagt: „Das hat keinen Wert mit Dir. Morgen bringe ich Dich zurück ins Tierheim.“ Oje, habe ich da gedacht, was habe ich da nur gemacht. Als wir zurück kamen ging die Sandy mit ihrem Frauchen spazieren, wir sind mit gegangen. Da habe ich mich zusammengerissen. Ich bin neben der Sandy gegangen, ohne sie zu beachten.

Abends im Wohnzimmer habe ich mich ganz dicht an die Füße des mir eigentlich noch fremden Mannes gelegt. Damit wollte ich ihm zeigen, wie gern ich ihn nach den paar Stunden schon habe. „Wir versuchen es noch mal miteinander“ hat er da gesagt. Ich habe dann noch zweimal einen Hund gebissen. Ich konnte einfach nicht anders. Da hat mein Herrchen geschimpft und gedroht mich wieder zurück zu bringen. Dann sind wir aber nicht zum Tierheim, sondern nach Spanien gefahren (Foto). Drei Monate waren wir dort. Das war schön, kann ich Euch sagen.

Übrigens: Sandy ist jetzt meine beste Freundin. Wir laufen zusammen im Garten rum. Anschließend gehen wir in meine Wohnung, liegen friedlich nebeneinander und knabbern Leckerlis. Jetzt freue ich mich schon auf den nächsten Urlaub am Meer. Herrchen nimmt mich wieder mit, ohne mich wäre es ja auch langweilig. Jetzt muss ich aber Schluss machen und mal wieder zeigen, wie brav ich sein kann.

Tschüss und wau, wau, wau. Eure Biggi