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Rudolph

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Rudolph Rudolph

Kaninchen

männlich-kastriert, rot, Alter unbekannt

im Tierheim seit 29.12.2017

derzeit in Außenhaltung, Notfall

Rudolph wurde uns zusammen mit acht weiteren Kaninchen als angebliches Fundtier gebracht. Die Geschichte, die uns von den „Findern“ erzählt wurde, lässt uns allerdings vermuten, dass es keine Fundtiere, sondern die eigenen Tiere der Leute waren. 
Leider haben wir so keinerlei Informationen über die Tiere bekommen, wissen also nicht, wie alt sie sind, wie sie bisher gelebt haben, ob es irgendwelche Vorerkrankungen gibt und ähnliches. 
Ein Teil der Tiere war in recht schlechtem Zustand, als sie zu uns kamen.
Rudolph ist an Kaninchen-Syphilis erkrankt und wurde bereits medikamentös behandelt. Außerdem hat er eine kleine, alte Verletzung am Mäulchen, die ihn allerdings nicht beeinträchtigt. Wir vermuten, dass diese alte Verletzung aus einer Auseinandersetzung mit einem anderen unkastrierten Rammler resultiert, denn die sieben Jungs waren alle unkastriert und wurden uns in einzelnen Kisten gebracht.
Rudolph ist Menschen gegenüber neugierig und aufgeschlossen. Anfassen ist kein Problem, wobei er Streicheleinheiten jedoch noch sehr skeptisch gegenübersteht. Er sitzt bei uns leider aufgrund Platzmangels im Tierheim in einem Käfig auf einer Pflegestelle. Hierin fühlt er sich nicht besonders wohl und er versucht immer mal wieder vergeblich das Gitter durchzubeißen.
Eine Kaninchen-Syphilis ist im Übrigen weder auf Menschen noch andere Tiere übertragbar. Erfolgreich behandelte Kaninchen, die keine Symptome mehr zeigen, übertragen die Krankheit in der Regel auch nicht auf andere Kaninchen. 

Update: 
Rudolph hatte leider immer wieder feuchtes Fell um sein Auge, da dieses stark tränte. Nach einer Untersuchung in der Tierklinik zeigte sich eine äußerst hartnäckige Entzündung im Tränen-Nasen-Kanal. Bei der Spülung perforierte dieser, konnte jedoch zum Glück geklebt werden. Aufgrund der massiven Entzündung bekam unser armer Rudolph über Wochen immer wieder Augentropfen. Ganz brav ließ er die Behandlung (mehrfach täglich Augentropfen) über sich ergehen. Aktuell braucht er glücklicherweise keine Tropfen mehr und konnte mit sechs weiteren Kaninchen in unser Außengehege umziehen. Da sein Tränen-Nasen-Kanal jedoch porös ist und Engstellen aufweist, kann es hier immer wieder zu Verstopfungen kommen bzw. besteht das Risiko, dass sich Bakterien festsetzen und es damit zu Entzündungen kommen kann.