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Unsere Vermittlungsbedingungen

Das sollten Sie wissen …

Leider machen sich heutzutage immer noch viele Menschen nicht wirklich Gedanken dar­über, dass auch Kleintiere gewisse Ansprüche bezüglich einer artgerechten Haltung ha­ben, so dass viele dieser Tiere in nicht artgerechten kleinen Käfigen alleine vor sich hin ve­getieren.

Dabei ist unter Verhaltensforschern schon lange bekannt, dass auch für die Haltung von Kleintieren bestimmte Mindestanforderungen beachtet werden sollten. An diese Erkennt­nisse wollen wir uns halten und vermitteln unsere Tiere daher nur unter folgenden Bedin­gungen:

Kaninchen, Chinchillas, Mäuse, Ratten, Degus, Meerschweinchen, Rennmäuse und Frett­chen sind sehr gesellige Tiere und werden daher nur in Paar- oder Gruppenhaltung vermit­telt. Hamster hingegen sind Einzelgänger und sollten auch einzeln gehalten werden, da es ansonsten zu schweren Kämpfen zwischen den Tieren und Verletzungen bis hin zum Tode der Tiere kommen kann.

Damit es nicht zu ungewolltem Nachwuchs kommt, werden männliche Meerschweinchen und Kaninchen von uns generell nur kastriert abgegeben. Es wird auch kein Tier (weder männlich noch weiblich) zu einem vorhandenen unkastrierten Rammler oder Böckchen vermittelt.

Ratten, Mäuse, Chinchillas, Degus und Rennmäuse werden normalerweise in gleichge­schlechtlichen Gruppen vermittelt. Sollte die Haltung mehrerer Böcke nicht funktionieren, werden die Böckchen kastriert und erst nach Ablauf der jeweiligen Kastrationsfrist zu weib­lichen Tieren vermittelt.

Folgende Mindestbedingungen für die Vermittlung sollen unseren Schützlingen ein möglichst schönes Leben im neuen Zuhause ermöglichen:

Meerschweinchen

Ganztags mindestens 2 m² für ein Pärchen, für jedes weitere Tier zusätzlich mindestens 0,5 ( besser 1 m²) Grundfläche auf einer Ebene. Pro Tier muss mindestens ein Häuschen oder eine ähnliche Versteckmöglichkeit vorhanden sein.

Bei Außenhaltung ist unbedingt darauf zu achten, dass mindestens drei Tiere zusammen gehalten werden sollten. Außerdem muss das Gehege nicht nur aus-, sondern auch ab­solut einbruchsicher sein, damit die Tiere nicht einem Fuchs oder Marder zum Opfer fallen. Des Weiteren muss bei ganzjähriger Außenhaltung genug isolierter Schlafraum zur Verfü­gung stehen.

Bei reiner Böckchenhaltung – egal ob innen oder außen – sollte das Gehege deutlich grö­ßer sein.

Ausführlichere Informationen zur Meerschweinchenhaltung finden Sie hier: Meerschweinchenhaltung

 

Kaninchen

Die Vergesellschaftung fremder Kaninchen miteinander ist nicht immer einfach und sollte gut vorbereitet sein. Falls Sie schon ein Kaninchen besitzen, einen Partner dazu suchen und selbst noch wenig Erfahrung mit Vergesellschaftungen haben, ist es daher ratsam, das Tier nach vorheriger Terminabsprache mitzubringen, damit wir direkt vor Ort auf neutralem Boden schon eine erste Einschätzung dazu abgeben können, ob das neu aus­gesuchte Tier sich mit Ihrem Vierbeiner versteht.

Unsere Kaninchen werden vor Abgabe gegen RHD und Myxomatose geimpft.

Zwergkaninchen
Bei Innenhaltung: Grundfläche: mindestens 2 m² pro Tier auf einer Ebene und das 24 Stunden am Tag. Pro Tier muss mindestens ein Häuschen oder eine ähnliche Versteck­möglichkeit vorhanden sein.

Bei Außenhaltung ist unbedingt darauf zu achten, dass das Gehege nicht nur aus-, son­dern auch absolut einbruchsicher ist, damit unsere Tiere nicht einem Fuchs oder Marder zum Opfer fallen. Des Weiteren muss bei ganzjähriger Außenhaltung genug isolierter Schlafraum zur Verfügung stehen. Nach Möglichkeit sollte das Gehege größer sein als die bei Innenhaltung geforderten 2 m² pro Tier, damit die Tiere genug Fläche haben, um sich bei kalten Temperaturen warm zu laufen.


Größere Kaninchenrassen
Hier sollten sowohl in Innen- als auch in Außenhaltung pro Tier je nach Größe mindestens 3 -4 qm auf einer Ebene rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

Ausführliche Informationen zur Kaninchenhaltung finden Sie hier: Kaninchenhaltung

 

Die Kombination eines Meerschweinchens mit einem Kaninchen ist nach den aktuel­len Erkenntnissen nicht ideal, da beide Tierarten andere Verhaltensweisen aufzeigen und unterschiedlich miteinander kommunizieren (Meerschweinchen eher durch Lautäußerun­gen und Kaninchen durch Körpersprache). Hinzu kommt noch, dass oft das größere Ka­ninchen das kleinere Meerschweinchen dominiert, also im Verhalten unterdrückt, was für beide Tieren enormen Stress bedeuten kann.

Da Einzelhaltung für Meerschweinchen und Zwergkaninchen eine absolute Vereinsamung und somit Tierquälerei bedeutet, sollten immer mindestens zwei artgleiche Tiere zu­sammengehalten werden. Bei einer Lebenserwartung von bis zu zehn oder zwölf Jahren wäre das sonst eine lange, qualvolle Zeit der Einsamkeit!

Wenn das Gehege groß genug und gut strukturiert ist, ist es in Ausnahmefällen möglich, mehrere Kaninchen mit mehreren Meerschweinchen zusammen zu halten.

 

Chinchillas, Degus und Ratten

benötigen einen Käfig von mindestens Breite: 1,00 m (für Chinchillas mindestens 1,20 m), Tiefe: 60 cm, Höhe: 1,40 m mit Teil- und Volletagen und ausreichenden Klettermöglichkei­ten. Für Chinchillas und Degus ist außerdem ein Sandbad dringend nötig.

Täglicher beaufsichtigter Auslauf im Zimmer wäre wünschenswert. Kann kein mehrstündiger Auslauf täglich gewährt werden, sollte gerade bei Chinchillas das Gehege deutlich größer sein (mind. Breite: 1,50 m x Tiefe: 0,80 m x Höhe 1,50 m). Diese Werte gelten für 2 Chinchillas, bis zu vier Degus oder bis zu vier Ratten. Bei größeren Gruppen sind selbstverständlich größere Gehege notwendig.

Ratten werden von uns grundsätzlich nur in Rudel ab drei Tieren vermittelt, da es für sie sehr wichtig ist, mehrere verschiedene Sozialpartner zu haben.

 

Rennmäusen, Mäusen und Hamstern

sollte mindestens ein Terrarium von 1,20 m Breite, 0,50 m Tiefe und 0,60 m Höhe zur Ver­fügung gestellt werden. Die Streukante sollte nicht unter 30 cm betragen und ein Sandbad ist besonders bei Rennmäusen absolut unabdingbar. Auch für diese Tierarten gilt, dass Abwechslung vom Alltag in Form von kontrolliertem Auslauf stattfinden sollte. Kann kein Auslauf gewährt werden, muss ein großes Laufrad zur Verfügung stehen. Bei größeren Gruppen von Farb- oder Rennmäusen sind selbstverständlich auch größere Maße des Geheges notwendig.

 

Frettchen

sind grundsätzlich keine Käfigtiere und benötigen viel Auslauf. Die Gehegegröße für zwei Tiere sollte mindestens 2-3 m² Grundfläche betragen, die aber nicht nur ebenerdig, son­dern in Ebenen aufgeteilt werden sollten. Ein größeres Rudel benötigt auch hier wesent­lich mehr Platz. Sowohl männliche, als auch weibliche Frettchen werden von uns nur ka­striert abgegeben. In der Regel sind die Tiere bei Abgabe auch gechipt sowie gegen Stau­pe und Tollwut geimpft.

 

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